Wie können wir das Problem der Kuststoffabfälle lösen?

Die westliche Zivilisation hat im letzten halben Jahrhundert rasante Verbesserungen in Technologie und Lebensqualität erlebt. Wichtig für diesen Wandel ist die Verwendung von Kunststoff. Dieser moderne Luxus hat jedoch einen enormen Preis.

Tag für Tag findet man Kinder aus nicht so wohlhabenden Gesellschaften auf der ganzen Welt, welche barfuß durch Müllberge wühlen. Sie überleben, indem sie jedes wiederverwertbare Material finden und weiterverkaufen -Elektroschrott, Papier, Plastik usw. Solche Lebensbedingungen sind entsetzlich. Gefahren aller Art sind vorhanden, von giftigen Flüssigkeiten bis hin zu “Mülllawinen”. In Äthiopien kamen 2017 bei einer “Mülllawine” auf den Müllbergen in der Nähe der Hauptstadt Addis Abeba 150 Müllsammler ums Leben.

Woher kommt der ganze Müll? Die Antwort ist, zum Teil von den dort lebenden Menschen und ihrer fehlenden Infrastruktur, aber ein Großteil des Mülls des “Westens” wird in ärmere Länder verschifft, darunter auch Plastikmüll. Wie sieht es mit dem Recycling von Plastik aus? Schockierenderweise werden in Deutschland nur etwa 17% des Plastiks tatsächlich nachvollziehbar recycelt. 52,7% werden verbrannt.

China weigert sich, unseren Müll weiterhin anzunehmen, und das zu Recht! Nicht nur, dass sie unsere Müllberge nicht wollen, sie haben auch selbst genug davon. In der Zwischenzeit, während die Müllberge höher werden, außer Sichtweite des “Westens”, wird die Umwelt immer mehr verschmutzt. Die Meerestiere leiden und die Plastik-Nanopartikel reichern sich weiterhin in allen Lebensformen an, auch in den Körpern unserer Kinder.

Es ist noch unbekannt, wie sich die Plastik-Nanopartikel auf unsere Gesundheit auswirken. Was wir wissen, ist, dass die weltweit produzierte Plastikmenge pro Jahr zunimmt, ebenso wie unser Verbrauch von Einwegplastik, und damit auch die Konzentration von Plastik-Nanopartikeln. Im Jahr 2021 werden mindestens 400 Millionen Tonnen Plastik produziert werden. Durch die COVID-19 Pandemie und die daraus resultierend geschlossenen Restaurants, gibt es dieses Jahr zusätzlich dazu noch mehr Einwegabfälle. Der größte Teil allen Kunststoffs wird im Abfall landen. Ist dies unvermeidbar? Vielleicht nicht. Die Natur produziert tatsächlich Kunststoff. Es ist möglich, Kunststoff aus Bakterien und anderen Mikroben zu gewinnen. Derzeit ist es etwa 5-10 mal teurer als erdölbasiertes Plastik. Nicht alle Bakterien produzieren Kunststoff. Diejenigen, die am meisten für ihre Kunststoffproduktion untersucht wurden, haben einen großen Nachteil: Sie benötigen raffinierte Nahrungsmittel (z.B. Zucker), um den Kunststoff zu produzieren. Das ist nicht nur kostspielig, sondern entzieht dem Menschen auch Nahrung. Wir müssten mindestens 400 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr mehr produzieren, um unseren Appetit auf Kunststoff zu stillen. In meiner Forschung nehme ich Bakterien, die auf landwirtschaftlichen Abfallprodukten leben, und verändere sie so, dass sie in der Lage sind, Kunststoffzu produzieren. Diese Bakterien, die für den Menschen harmlos sind, können von preiswertem Material leben und es in Kunststoff verwandeln, das vollständig biologisch abbaubar ist.

Contact

Are you interested in helping to solve a major problem of the world?
Do you have any questions or comments?
Then please contact me.
I welcome your ideas or questions.

 

 matthew.mcintosh@mikro.bio.uni-giessen.de

 

Tel.: +49 (0)641 99-35557

Kontakt

Sind Sie daran interessiert, an der Lösung eines großen Problems der Welt mitzuwirken?

Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.

Ich freue mich über Ihre Ideen oder Fragen.

 

matthew.mcintosh@mikro.bio.uni-giessen.de

Tel.: +49 (0)641 99-35557